Bild aus der Krimikomödie "Der Hexer" von Atréju Diener, nach einem Roman von Edgar Wallce, gespielt vom Theater Heimatverein Dwergte.

«Der Hexer» begeistert in Dwergte auf Plattdeusch

Die Premiere des Theatervereins Dwergte war gut besucht. Die Amateurschauspieler versetzten den Edgar-Wallace-Krimi nach Molbergen. Die plattdeutsche Version sorgte beim Publikum für einige Lacher.

 

Wenn Carolin Möller lügt, hat Dwergte ein Problem. Denn dann lebt der Hexer und ist nicht tot, wie seine Gattin Carolin behauptet. Und dann wird er sich an Markus Messner, einem zwielichtigen Rechtsanwalt, rächen. Ihm gibt der Hexer die Schuld am Tod seiner Schwester Melanie, die zwar augenscheinlich Selbstmord begangen hatte – aber warum?

 

Mit der Resonanz bei ihrer Premiere konnten die Akteure des Theatervereins Dwergte zufrieden sein. Der Saal des Jugendheims war proppenvoll. Mit dem Beifall geizten die Besucher auch nicht. Die Amateurschauspieler hatten sich unter der Leitung von Andrea Osterhus in diesem Jahr den Edgar-Wallace-Krimi „Der Hexer“ in der Theaterfassung des Schweizers Atreju Diener ausgesucht. 2020 hatte Wolfgang Binder das Ganze in eine plattdeutsche Fassung gebracht, die in  Norddeutschland spielt.

 

Bild aus der Krimikomödie "Der Hexer" von Atréju Diener, nach einem Roman von Edgar Wallce, gespielt vom Theater Heimatverein Dwergte.
Versetzten das Publikum in Spannung: «Der Hexer» wird in einer plattdeutschen Fassung im Jugendheim vorgestellt.

Die Dwergter haben die Handlungsorte nun in die nähere Umgebung verlegt, um noch authentischer zu sein. „Er hat bei Galinger in Molbergen Juwelen geklaut“, hieß es da zum Beispiel. Und die plattdeutsche Version traf den Geschmack der Zuschauer, zumal die Leistungen der Schauspieler anerkennenswert waren und viele komische Verwicklungen für Lacher am laufenden Band sorgten.

 

Sekretärin wird erhängt im Zimmer aufgefunden

 

In dieser plattdeutschen Fassung ist die junge Sekretärin Melanie Möller erhängt in ihrem Zimmer aufgefunden worden. Es gibt zwar zunächst keinen Zweifel am Selbstmord, aber sie ist die Schwester von Henry Arthur Möller, der in der Öffentlichkeit als „Der Hexer“, einer der meistgesuchten Verbrecher, bekannt ist.

 

Der eigens angereiste Ermittler des Landeskriminalamtes, Alex Wempe (Christoph Claus), hat nun viel zu tun. Die Polizei glaubt, dass sich der Hexer am undurchsichtigen Rechtsanwalt Markus Messmer (Felix Wulfers) rächen wird. Kommissar Alex Wempe erhält den Auftrag, die Tat zu verhindern. Er wird unterstützt von dem einzigen Polizisten, der den Hexer je gesehen hat, und durch einen Verhaltenspsychologen (Andreas Bruns). Gemeinsam wollen sie den Hexer schnappen. Doch der Hexer ist ein Meister der Verkleidung und Tarnung und versteht es, sein Aussehen immer wieder zu verändern. Können Wempe und sein Team einen Mord verhindern und herausfinden, wer der Hexer ist?

 

In weiteren Rollen spielen Hauptkommissarin Johanna Richert (Melanie Wendeln), Hauptkommissar Raimund Bliese (Tobias Flerlage), die Gattin des Hexers, Carolin Möller (Annika Wendeln), die Assistentin bei Markus Messmer, Mary Lange (Edith Spille), der Bruder von Mary (Peter Büssing), Messmers Angestellter und Taschendieb Herbert Hackenberg (Leon Osterhus), Messmers Nachbarin Annemarie Possehl (Luisa Debbeler) und Wachtmeister Anton Sanders (Stefan Lüken). Sandra Robben zeichnet für die Maske und Linda Kösjan für die Technik verantwortlich. Ann-Christin Hemme fungiert als Souffleuse.

Text und Bild: Aloys Landwehr, OM Online

Erschienen: 8. November 2022

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