Bild aus den Proben der Theatergruppe Heimatverein Dwergte, die die Krimi-Komödie "Der Hexer" von Atréju Diener nach Edgar Wallace zeigen.

«Der Hexer» will Dwergte in Angst und Schrecken versetzen

Die Theaterlaien führen in diesem Jahr den Edgar-Wallace-Krimi auf. Allerdings ist das Bühnenstück dem Norden angepasst – nämlich mit einer plattdeutschen Version.

 

Bereits 1925 schrieb Edgar Wallace einen seiner bekanntesten Krimis: «Der Hexer», die Geschichte von Arthur Milton, einem der berüchtigtsten Verbrecher Englands. Nun kommt Arthur Milton als Henry Arthur Möller nach Südoldenburg. Hier versuchen die Theaterspieler des Heimatvereins Dwergte, die Verbrechen Möllers aufzuklären und ihn dingfest zu machen.

 

Der Roman von Edgar Wallace, der 1964 verfilmt wurde, wird von der Dwergter Theaterspielgruppe unter der Regie von Andrea Osterhus in der Theaterfassung des Schweizers Atreju Diener, die 2020 durch Wolfgang Binder in eine plattdeutsche Fassung und in Norddeutschland spielend gebracht wurde, aufgeführt. Dabei haben die Dwergter die Handlungsorte in die nähere Umgebung verlegt, um noch authentischer zu sein.

 

«Der Hexer» gibt dem Rechtsanwalt Messmer die Schuld

 

«Aber es sind nicht nur das Kriminalstück und seine Handlung, die Spannung erzeugen, auch die Dialoge und die Situationen sind so komisch und witzig, wie es von einer plattdeutschen Aufführung erwartet wird. Außerdem verdächtigt nach jeder Szene jeder einen anderen. Das Publikum wird immer wieder in die Irre geführt“, erzählt Christoph Claus, der die Rolle des Oberkommissars Alex Wempe übernommen hat. Als Ermittler des Landeskriminalamtes hat er viel zu tun, ist doch die junge Sekretärin Melanie Möller erhängt in ihrem Zimmer aufgefunden worden. Es gibt zwar zunächst keinen Zweifel am Selbstmord, aber sie ist die Schwester von Henry Arthur Möller, der in der Öffentlichkeit als «Der Hexer», einer der meistgesuchten Verbrecher, bekannt ist.

Das ruft den Hexer auf den Plan. Er gibt dem undurchsichtigen Rechtsanwalt Markus Messmer (Felix Wulfers) die Schuld. Die Polizei glaubt, dass der Hexer sein Versteck verlassen hat, um mit Messmer abzurechnen. Kommissar Alex Wempe erhält den Auftrag, die Tat zu verhindern. Er wird unterstützt von dem einzigen Polizisten, der den Hexer je gesehen hat, und durch einen Verhaltenspsychologen (Andreas Bruns). Gemeinsam wollen sie den Hexer schnappen. Doch der Hexer ist ein Meister der Verkleidung und Tarnung und versteht es, sein Aussehen immer wieder zu verändern. Können Wempe und sein Team einen Mord verhindern und herausfinden, wer der Hexer ist?

 

Noch müssen die Maler die Kulissen gestalten

 

In weiteren Rollen spielen Hauptkommissarin Johanna Richert (Melanie Wendeln), Hauptkommissar Raimund Bliese (Tobias Flerlage), die Gattin des Hexers, Carolin Möller (Annika Wendeln), die Assistentin von Markus Messmer, Mary Lange (Edith Spille), der Bruder von Mary (Peter Büssing), Messmers Angestellter und Taschendieb, Herbert Hackenberg (Leon Osterhus), Messmers Nachbarin Annemarie Possehl (Luisa Debbeler) und Wachtmeister Anton Sanders (Stefan Lüken).Sandra Robben zeichnen für die Maske und Linda Kösjan für die Technik verantwortlich. Ann-Christin Hemme fungiert als Souffleuse.

 

Noch müssen die Maler die Kulissen gestalten. Auch bei den Texten sind hier und da noch einige kleinere Hakler zu hören. Doch in 5 Wochen soll alles perfekt sein. Zweimal in der Woche üben die Theaterakteure des Heimatvereins Dwergte unter der Leitung von Regisseurin Andrea Osterhus, damit ihr diesjähriges plattdeutsches Theaterstück erneut zu einem Publikumserfolg wird.

Text und Bild: Aloys Landwehr, OM Online

Erschienen: 19. Oktober 2022

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