Bild aus der Komödie "Rent a Family" in einer Neubearbeitung von Atréju Diener, gespielt von der Theatergruppe Friesenberg.

Für dicke Checks eine Familie erfinden

Die Theatergruppe Friesenberg bringt mit «Rent a Family» die Neuauflage eines Komödien­-Evergreens auf die Bühne.
 

Was tun, wenn das Geld trotz gutem Job immer knapper wird? Entweder man gibt weniger Geld für den eigenen Lebenswandel aus. Oder man sucht sich eine noch besser bezahlte Arbeit. Pflichtverteidiger Thomas Nägeli (Atréju Diener) hat aber noch eine weitere Option. In Indien lebt seine reiche Tante Jutta (Edith Engler), die ihn grosszügig mit Checks unterstützt. Damit das Geld stetig weiterfliesst, erfindet Thomas Nägeli eine ganze Familie, die er angeblich versorgen soll.

 

Alles läuft wie am Schnürchen, bis der jährliche Geburtstagsbatzen von 100 000 Franken ausbleibt – dafür aber die Tante die Familie Nägeli persönlich kennen lernen will. Und tatsächlich – die falsche Familie erwacht innert Kürze zum Leben. Nägelis Freund Louis (Gian Valenti), von Beruf Schauspieler, übt für seine neue Frauenrolle und wird so zur Ehefrau Nicole. Das Baby von Nägelis Butler Johan (Jörg Straube) und seiner Frau Maja (Stephanie Stadler) muss als Kind herhalten. Und den Obdachlosen Fredy (Rolf Brunold) gibt man als Schwiegervater aus.

 

Nägeli und seine «Frau» haben alle Hände voll zu tun, das Schauspiel aufrechtzuerhalten. Das ist gar nicht so einfach. Eine verliebte Pöstlerin (Flo Küpfer), die geheimnisvolle Freundin der Tante (Joelle Toggweiler) und nicht zuletzt eine leicht verrückte Geistheilerin (Katja Graf) sorgen für weitere Turbulenzen. Fliegt am Ende alles auf? Oder gibt es für Thomas Nägeli doch noch ein Happy End?

 

Adliswilerin führt Regie

 

«Rent a Family» ist die Neuauflage des grossen Komödienklassikers «Tante Jutta aus Kalkutta», geschrieben Anfang des 20. Jahrhunderts von Max Reimann und Otto Schwartz. Der langjährige Schauspieler der Theatergruppe Friesenberg, Atréju Diener, hat das Stück überarbeitet. «Die Geschichte hatte sehr viel Potenzial, allerdings war sie in der Ursprungsfassung etwas aus der Zeit gefallen. Ich habe deshalb versucht, dem Stück noch mehr Aktualität, Witz und Spannung zu verleihen», sagt der Autor. Die Neufassung gehört aktuell zu den meistgespielten Theaterstücken der Schweiz.

 

Regie für die Theatergruppe Friesenberg führt erneut die Adliswilerin Brigitte Schmidlin. Die Profiregisseurin setzt in dieser Produktion insbesondere auch mit Livemusik neue Akzente. «Es freut mich sehr, dass wir mit Hubert Steiner einen erfahrenen Theatermusiker für unsere Aufführungen engagieren konnten. Mit seiner musikalischen Untermalung am Flügel und mit der Geige sorgt er dafür, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer noch tiefer in die Geschichte eintauchen können», sagt Schmidlin. Ein Besuch lohne sich auf jeden Fall. «Es gibt sehr viele Turbulenzen und Lacher, aber auch ein paar ruhigere, emotionale Momente. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf zwei Stunden beste Unterhaltung freuen.»

Text: Zürich24

Bild: Sandro Barbieri

Erschienen: 14. Februar 2023

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