Das Laientheater Wolfhalden macht’s möglich: Mit viel Schwung und Können brachte das Ensemble «Mission Million» auf die Bühne des Kronensaals. Nicht nur das schauspielerische Talent, auch der Wortwitz und der Lokalkolorit des Stücks überzeugten auf ganzer Linie.
Drei Stunden Fröhlichkeit, drei Stunden heile Welt!
«Die Verjüngung findet statt», freute sich Regisseurin Carolin Kugler, in Wolfhalden aufgewachsen und heute wohnhaft in Widnau. Erstmals stand ihr mit Anna Fürer eine Assistentin zur Seite. Das Duo verstand es, ein Stück auszuwählen, das die Talente ihres Teams wunderbar herausstreicht.
Und sie erhielten Verstärkung: Neu hinzugekommen sind Petra Sturzenegger und Hannes Gfeller. Damit stehen insgesamt neun Spielende auf der Bühne – Rekord!
Doch kein Theater funktioniert ohne die Leute im Hintergrund. Auch sie machten ihren Job wie das Ensemble mit Herzblut – unter anderen Yvonne Lindner (Souffleuse), Romy Koller (Maske) oder Joe Cahenzli (Licht & Ton). Letzterer hatte einen Grosseinsatz, lebt doch ein Teil des Theaters von Toneinspielungen. Vor der Premiere erklärte Regisseurin Kugler: «Sie fahren zu Höchstleistungen auf!» Und das taten sie.
Nach den Worten «Viil Vergnüege ond viil Spass» übergab Präsident Roland Benz die Bühne.
Die Wünsche wurden mehr als erfüllt, und die Bauchmuskeln durch Lachen herrlich trainiert. Das Stück spielte in der Stube des Ehepaars Jakob (Roland Kugler) und Lisa Morf (Doris Fisch).
Während sich Lisa mit Benno Stierli (Beat Hohl) zum Schäferstündchen traf, wurde die Postfiliale Wolfhalden überfallen. Jakob Morf kam zu früh nach Hause, erwischte Benno Stierli und hielt ihn für den Posträuber.
Plötzlich tauchte die Million auf
Sie muss versteckt werden – vor Wachtmeisterin Hubacher (Susi Cahenzli) und der übereifrigen Aspirantin Petra Sturzenegger (Lisi Hohl). Das wunderbare Spiel der Darstellenden erhielt viel Zwischenapplaus – auch Güggelihändler Roli Goldener (Jürg Keller) und Posträuber Hannes Gfeller (Merlin Steurer) begeisterten.
Dann kam sie: die neugierige Nachbarin. Niemand war vor ihr sicher – auch nicht das Publikum. Regieassistentin Anna Fürer hatte eine Doppelrolle. Sie spielte auch Kellnerin Angelina Kunz, das Möchtegern-Sternchen mit Hollywood-Ambitionen und Freundin von Filou Jakob Morf.
Im dritten Teil kam das Publikum kaum mehr aus dem Lachen heraus.
Wo die Million war – und welche Rolle Traugott spielte – sei nicht verraten, wird das Stück doch am Samstag nochmals aufgeführt. Beim Laientheater Wolfhalden ist einzigartig, dass sie keinen Eintritt verlangen, sondern zur Hutkollekte einladen. Nochmals Carolin Kugler: «Alle sollen das Stück sehen können – auch Leute mit knappem Budget.»