«Mission Million» in Berschis geht in die heisse Phase

Geld weckt Begehrlichkeiten. Nicht umsonst kommt es immer wieder mal zu Banküberfällen. So auch im aktuellen Theaterstück, das am Samstag, 19. Oktober, im Landgasthof Linde in Berschis Premiere feiert. Ab sofort können Plätze reserviert werden.

 

Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein. So lautet ein geflügeltes Wort. Doch stimmt dies? Das aktuelle Theaterstück, eine Komödie von Hans Gmür in drei Akten, das derzeit in Berschis in die heisse Probenphase tritt, spielt ausgerechnet in der Stube des Besitzers eines Alarmanlagengeschäfts, Jakob Morf. Hier ist alles sicher – todsicher. Oder doch nicht? Neben kniffligen Ermittlungen erwartet das Publikum in Berschis erneut eine Komödie in drei Akten, die es in sich hat, einstudiert von der Theatergesellschaft Berschis unter der Regie von Martin Hobi. Für Verwicklungen mit Situationskomik und Wortwitz ist also gesorgt. Einzig die Platzreservation muss das Publikum vorab online selbst vornehmen. Wer damit nicht zurechtkommt, kann dienstags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr auch telefonisch unter 077 477 04 04 reservieren.

 

Mission Million

 

Doch um was geht es in dem Stück? Alles spricht dafür, dass sich der Bankräuber des kurz zuvor geschehenen Bankraubes in der näheren Umgebung nun hier aufhält. Doch ist der vermeintliche Bankräuber auch wirklich der Bankräuber und welche Rolle spielt die Lisa Morf, die Ehefrau von Jakob Morf dabei? Der Bankangestellte Benno Stierli, ihr Liebhaber wird ausgerechnet in der Stube der Morfs in den Kleidern des Bankräubers erwischt. Da ist für Wachtmeister Edi Hubacher der Fall praktisch schon geklärt. Polizist Peter Sturzenegger wird zu Ermittlungszwecken abgestellt und erkundet dazu mit militärischer Präzision sämtliche Wohnungen im Haus und natürlich auch die Umgebung.

 

Zum Glück gibt es da aber auch noch neugierige Nachbarn wie den auskunftsfreudigen Fredi Wehrli. Dass zu allem Überfluss auch noch der Posträuber Hannes Gfeller und die aufstrebende Kellnerin Angelina Kunz mitmischen, das macht die Sache allerdings kniffliger als gedacht für den Wachtmeister, auch wenn er seinen Job gern systematisch angeht. Leidtun kann einem da vor allem die Grillmeisterin Roser Goldener, die absolut unverhofft in die Sache hineingerät und kaum wieder herausfindet.

 

Lachsalven vorprogrammiert

 

Im Prinzip lautet die Frage: «Wo ist das Geld?» Deshalb sind für die Proben schon jetzt nicht nur Stühle auf der Bühne zu sehen, sondern auch ein paar Requisiten. Während die Textbücher noch hilfreiche Dienste leisten, gibt es schon jetzt viel zu lachen. Dies jedoch hauptsächlich wegen spontaner Versprecher. Trotzdem wird klar: Das Stück ist pfiffig konstruiert und die Darstellung verspricht Aufführungen mit zünftigen Lachsalven.

 

Text: Katrin Wetzig, Sarganserländer

Bild: Katrin Wetzig

Erschienen: 11. September 2024