Rent a Family

Ein Schwank in drei Akten von Max Reimann und Otto Schwartz

Neubearbeitung von Atréju Diener

Aufführungsrechte beim Breuninger Verlag, Aarau

Die nächsten Produktionen

Der Inhalt

Pflichtverteidiger Thomas Nägeli lässt es sich gut gehen. Er hat eine teure Wohnung mit Seeblick, einen eigenen Butler und unterstützt auch seine Klienten immer wieder grosszügig. Doch für diesen Lebenswandel reicht sein Einkommen hinten und vorne nicht. Zum Glück hat er eine reiche Erbtante, die im entfernten Indien lebt und regelmässig Geld schickt. Damit das Geld immer weiter fliesst, muss Nägeli ganz schön in die Trickkiste greifen und erfindet so eine ganze Familie. Das Spiel geht so lange gut, bis der fällige Check ausbleibt, dafür aber die Tante vor der Türe steht. Wo bekommt Nägeli nun so schnell eine Familie her? Und wie wird er die Tante wieder los?

Der Komödienklassiker schlechthin, welcher seit der Schweizer Erstaufführung im Jahre 1970 über 300 Produktionen erlebt hat, präsentiert sich in neuem Gewand und hält dank der Neubearbeitung noch mehr Spannung, Witz und Überraschungen bereit!

Rollen, Bühnenbild und Regiehilfen

4 H / 5 D (Total 9)

Thomas Nägeli, Pflichtverteidiger (Einsätze: 348)
Louis Nicollier, Schauspieler (Einsätze: 218)
Johan Maler, Nägelis Butler (Einsätze: 130)
Maja Mahler, Johans Frau (Einsätze: 51)
Tante Jutta, reiche Erbtante (Einsätze: 194)
Julie, Freundin von Jutta (Einsätze: 85)
Fredy, ein Penner (Einsätze: 83)
Lea Freuler, Pöstlerin (Einsätze: 39)
Jacky Spirig, Heilerin (Einsätze 82)
Visualisierung des Bühnenbilds des Theaterstücks "Rent a Family". Eine Neubearbeitung von Atréju Diener des Komödienklassikers "Tante Jutta von Kalkutta" von Otto Schwartz und Max Reimann.

Regiehilfen wie zum Beispiel Szenenplan oder Requisitenliste findet ihr hier.

So kam es zum Stück

Rent a Family war meine zweite Neubearbeitung. Ich hatte eben mein Erstlingswerk Hesch en Vogel? fertiggestellt und der Theatergruppe Friesenberg vorgelegt. Allerdings war es dem Verein und auch mir wichtig, dieses Stück normal in die Stückwahlkommission zusammen mit anderen Werken zu geben. Eines dieser Komödien war „Tante Jutta vo Kalkutta“. Ein Klassiker von Max Reimann und Otto Schwarz, der unter dem Namen „Familie Hannemann“ 1911 in Frankfurt erstmals aufgeführt wurde. Als ich das Stück las, fand ich die Idee und die Handlung dieser Neubearbeitung aus den 1990er Jahren bis etwa zur Hälfte sehr witzig. Allerdings war die Sprache ziemlich veraltet.

Anzeige der städtischen Freilichtbühne Spandau des Schwanks Familie Hannemann von Max Reimann und Otto Schwartz aus dem Jahr 1930.

Da ich Potential in der Geschichte sah, fragte ich Enrico Maurer vom Breuninger Verlag an, ob Interesse an einer Neubearbeitung bestand. Da das Stück in der Vergangenheit mit über 200 Produktionen sehr erfolgreich war und eine Neubearbeitung des Klassikers schon lange auf der ToDo-Liste des Verlags stand, erteilte er mir den Auftrag.

Mein Ziel war es, das Stück in die heutige Zeit zu holen und sprachlich zu modernisieren. Weiter wollte etwas mehr Logik, Spannung und Witz hineinbringen. Von den Namen blieben einzig die Tante Jutta sowie Rechtsanwalt Nägeli. Dieser Name tauchte schon in der ersten Schweizerdeutschen Version „Familie Nägeli“ auf, deshalb fand ich es charmant, dies in meiner Version zu belassen. Während ich einige Rollen (Johan, Louis, Julie, Maja) beliess, änderte ich Fredy vom Verbrecher zum Penner und schrieb zwei Rollen ganz neu (Pöstlerin, Jacky).

Der erste Akt blieb von der Handlung her mehrheitlich bestehen, beim zweiten griff ich ziemlich stark ein und den dritten Akt schrieb ich komplett neu. Insgesamt sechs Monate vergingen vom Plot bis zum fertigen Stück. Im Dezember 2019 nahm der Breuninger Verlag das Stück in den Katalog auf. Und die erste Bestellung liess nicht lange auf sich warten.