Bild aus den Aufführunge der Theaterkomödie "Traumhochziit" von Robin Hawdon, bearbeitet von Atréju Diener und Rolf Brunold, gespielt vom Theater Besenbüren.

Theater Besenbüren: Amuröse Verwirrungen

Schnelles Tempo, Ereignisse, die sich überschlagen, unerwartete Wendungen, viele Lacher und eine starke Teamleistung auf hohem Niveau. Das bietet die aktuelle Aufführung des Theaters Besenbüren unter der Regie von Bruno Brunner.

 

«Meine Arbeit ist gemacht, ich kann jetzt nicht mehr helfen», sagt Regisseur Bruno Brunner kurz vor der Aufführung. Seit 2000 leitet er die Theatergruppe Besenbüren. Man sei ein eingespieltes Team.

 

Seit Juni probten die acht Laienschauspielerinnen und -schauspieler intensiv. «Dass wir gleich zu Beginn auf der Bühne mit der Originalkulisse spielen konnten, war natürlich ein grosser Vorteil», so Brunner weiter. Nicht nur die Kulisse ist perfekt, auch die Turnhalle ist detailgetreu als Hochzeitssaal dekoriert. Luftballons in Herzform an den Wänden, auf den Tischen weisse Rosen und Papierherzchen. Der Vorhang öffnet sich und die Mehrfachkatastrophe beginnt.

 

Perfektes Chaos kurz vor der Traumhochzeit

 

«Traumhochziit» ist im Original von Robin Hawdon. Bruno Brunner hat das Stück für das Theater Besenbüren angepasst. Aus dem Zweiakter wurde ein Dreiakter. Ausserdem hat der Regisseur für den langjährigen Mitspieler Ruedi Senn eine zusätzliche Rolle, die des Nachtportiers Schorsch, hinzugeschrieben.

 

«Wer sind Sie? Mein Kopf funktioniert noch nicht richtig.» Am Morgen seiner Hochzeit wacht Bräutigam Alex (Patrick Grob) in der eigens gebuchten Luxussuite neben einer wunderschönen Frau auf. Nur ist es nicht jene, mit der er in ein paar Stunden vor den Traualtar treten möchte, sondern eine wildfremde Person namens Lisa (Clio Meier). Und weil Alex sich an gar nichts mehr erinnern kann, muss ihm Lisa erklären, dass es zwischen ihnen zum Beischlaf gekommen ist. Als Braut Vicky (Christine Peter) plötzlich das Nebenzimmer der Suite betritt, droht die Katastrophe und das Scheitern der aufwendig geplanten Hochzeit mit Hunderten von Gästen. Alex kann Lisa in letzter Sekunde ins Badezimmer verfrachten. Doch die Situation ist noch nicht ausgestanden. Nur einer kann Alex noch retten: Trauzeuge Tomy (Peter Räber). Dieser soll Lisa an Vicky vorbei und aus der Hochzeitssuite schmuggeln.

Bild aus den Aufführunge der Theaterkomödie "Traumhochziit" von Robin Hawdon, bearbeitet von Atréju Diener und Rolf Brunold, gespielt vom Theater Besenbüren.

Der angebliche Seitensprung in der Nacht vor seiner Trauung wird zur Mehrfachkatastrophe für Bräutigam Alex. Wenn der Einmalsex auffliegt, geht nicht nur die Hochzeit, sondern auch die Männerfreundschaft mit Tomy den Bach hinunter. Als auch noch frische romantische Gefühle ins Spiel kommen, ist das Chaos perfekt. Wer dann wen heiratet und ob überhaupt geheiratet wird, bleibt bis kurz vor dem Ende offen. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

 

Laienschauspiel auf hohem Niveau

 

Das beliebte und für seine originelle Programmauswahl geschätzte Theater Besenbüren und sein Regisseur Bruno Brunner bringen mit dem Stück «Traumhochziit» wiederum eine gelungene Produktion zur Aufführung.

 

Die acht Darsteller überzeugen auf der Bühne mit grosser Routine und begeistern das Publikum. Die leichte Theaterkost sorgt für viele Lacher. Gespielt wird auf sehr hohem Niveau, mit Begeisterung und viel Professionalität. Auch das Publikum konnte spüren, dass sich die Schauspieler darauf freuten, endlich wieder Bühnenluft zu atmen. Regisseur Bruno Brunner ist mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. «Dass es gut werden wird, habe ich bereits bei den Proben gemerkt. Dass es allerdings so gut wird, hat mich selbst überrascht.» Es habe keinen Abfall bei den einzelnen Spielerinnen und Spielern gegeben. «Keiner sticht hervor. Alle sind konstant gut.» Nun hoffen alle, dass sie am kommenden Wochenende an den Erfolg anknüpfen können.

Text und Bild: Susanne Schild, Bremgartner Anzeiger

Erschienen: 11. Januar 2022

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