Theatergesellschaft Bad Ragaz: Rasante Komödie steht vor der Premiere

Mit grosser Spielfreude präsentiert die Laienbühne Bad Ragaz ihr neues Stück «Rent a Family», welches das Erfolgsstück «D’ Tante Jutta vo Kalkutta» in moderner Adaption wiedergibt. Premiere der Komödie ist am Freitag, 1. März, um 20 Uhr.
 

Wer noch das letztjährige Spiel der Theatergesellschaft Bad Ragaz im Kopf hat und mit der Erwartung einer Fortsetzung der aberwitzigen Dialoge ins Mehrzweckgebäude beim Feuerwehrdepot geht, wird sicher nicht enttäuscht. 

Unter Federführung von Präsident und Inszenator Peter Signer sowie dem Mitwirken der Regieassistentin Martina Patt-Grünenfelder hat die Gruppe seit Herbst mit «Rent a Family» eine moderne Variante  der wohl populärsten Boulevardkomödien der Theatergeschichte einstudiert. 

 

Das Klassikerstück von Max Reimann und Otto Schwarz, welches unter dem Namen «Familie Hannemann» 1911 in Frankfurt erstmals aufgeführt wurde, hat schon viele Bearbeitungen hinter sich. Bekannt wurde es vor allem 1953 als neu bearbeiteter Spielfilm unter dem Titel «D’ Tante Jutta vo Kalkutta». 

 

Erfrischende Situationskomik

 

Die Neuverfassung unter dem Titel «Rent a Family» des jungen und aufstrebenden Autors Atréju Diener knüpft seit dem Erscheinen vor mittlerweile vier Jahren an die Grosserfolge an. Der Dreiakter im frischen Gewand verfälscht den Charme des Klassikers nicht und erklomm erneut die Bestsellerliste. Die Laienbühne Bad Ragaz bietet mit diesem Stück einen Abend lang Frohsinn, der den Alltag in den Hintergrund rücken lässt. Nach dem Credo der Künstler: Ihre Besucher sollen mit entspanntem und fröhlichem Gesicht nach Hause gehen. 

 

Intensive Probezeit

 

Der «Sarganserländer» schaute bereits bei einer ganztägigen Probe durch den Bühnenvorhang und entdeckte dahinter ein lebenslustiges Theaterteam, das ein wunderbares Lustspiel in drei Akten auf die Bühne bringt. Perfekter, origineller und lustiger kann man eigentlich gar nicht spielen, als es die neun Laienschauspielerinnen und -spieler so kurz vor der Premiere tun.

 

Hinter dieser Heiterkeit steckt aber die harte Knochenarbeit von über
30 Proben. In derem Zuge wurden auch drei eher langatmigere Szenen beschleunigt. Um perfekter und noch glaubhafter gemäss Rollenzuteilung zu wirken, wurde bei dieser Produktion zudem extrem Wert auf Mimik und Gestik gelegt. So standen beispielsweise die Komödianten bei der Probe vor dem ersten Akt eine halbe Stunde vor dem Spiegel, um ihre «Grimassen» weiter zu optimieren. 

 

Leider gehört es bei einer solche Produktion auch dazu, dass im Vorfeld einer Inszenierung nicht immer alles rund läuft. Als es galt, kurzfristig eine Rolle neu zu besetzen – weil krankheitshalber ein Spieler ausfiel – sprang Regisseur Peter Signer in die Bresche. Damit sprang er auch über seinen eigenen Schatten, denn eigentlich wollte er als Komödiant erst wieder in einem Jahr agieren. Und dies, nachdem er aus dem Gemeinderat ausgeschieden ist. Nun steht er bereits jetzt schon auf der Bühne. 

Text: Ignaz Good, Sarganserländer

Bild: Ignaz Good

Erschienen: 26. Februar 2024

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