Turbulente Theater-Action beim Theater Besenbüren

Die Besenbürer Theatergruppe probt aktuell intensiv für ihre neuste Produktion «Hesch en Vogel?», die Anfang Januar 2024 ihre Premiere feiert. Die Crew um den langjährigen Regisseur Bruno Brunner zeigen sich am Probeweekend schon von ihrer besten Seite.

 

«Die Musik noch etwas laufen lassen und dann langsam das Saallicht runterfahren. Dann beginnt der zweite Akt am gleichen Ort wie der erste Akt aufgehört hat», ruft Regisseur Bruno Brunner in Richtung Bühne. Er steht an einem Pult ein paar Meter von der Bühne der Besenbürer Mehrzweckhalle entfernt. Die Theatergruppe ist am vergangenen Wochenende intensiv am Proben für das Stück «Hesch en Vogel?»

Auf der Bühne stehen derweil Thomas Räber im bunten Hawaii-Shirt-Look und Michael Diener und versuchen ihr gestohlenes Geld wieder zu finden, das sie in einer Tasche dabei hatten. Die beiden langjährigen Besenbürer Darsteller sind dieses Mal in ihren Rollen als Carlo Stalder und Robert Binggeli in eine verzwickte Situation geraten.

 

Buchhalter und Bankräuber Robert Binggeli (Michael Diener, links) verzweifelt fast am verwirrten Werber Daniel Wagner (Patrick Grob, Mitte). Rechts Binggelis Cousin Carlo Stalder (Thomas Räber).

 

Buchhalter Binggeli steckt nämlich in finanziellen Nöten und lässt sich von seinem Cousin Stalder, einem notorischen Verbrecher, dazu überreden, eine Bank auszurauben. Dabei läuft aber einiges schief und sie müssen sich in einer Werbeagentur verstecken. Um nicht aufzufliegen, verstrickt sich das Duo in ein Lügengebilde, das für turbulente Szenen und viele Lacher sorgt.

 

Eine aufgeregte Influencerin und eine Nonne

 

Dass der Chef der Werbeagentur, Daniel Wagner (gespielt von Patrick Grob), aus bestimmten Gründen, die hier noch nicht verraten werden, in einem etwas verwirrten Zustand ist, spielt Binggeli und Stalder in die Hände. Die neue Sekretärin der Werbeagentur (Doris Dethomas), eine aufgeregte Influencerin (Clio Meier), eine Schwester aus dem Kloster (Luzia Brun), ein schriller Designer (Ruedi Senn), Wagners Gattin (Fabienne Stenico) und ein nervig plappernder Papagei (mit der Stimme von Christine Peter) tragen ihres zur Verwirrung bei.

 

Influencerin Katy Flowervalley (Clio Meier, links) mit ihrem «Baby», dem iPhone13, und Schwester Constanza (Luzia Brun).

 

Das Stück aus der Feder von Autor Atréju Diener, ist gespickt mit bekannten Werbeslogans aus der vergangenen Jahrzehnten. Dazu gehören Sprüche wie «Grüezi, min Name isch Fischer vo de Fischer-Bettware-Fabrik in Au Wädischwil», «Chli stinke muess es», «für ä tüüfä gsundä Schlaf» oder «Wer hats erfunden?». Und auch ein spezielles Baby namens iPhone13 sorgt für Verzweiflung.

 

Krankheitsabsenzen machten die Proben herausfordernd

 

Bis zur Premiere am 5. Januar bleiben der Theatergruppe noch rund zehn Proben, «um die letzten Texthänger noch auszumerzen», wie Regisseur Brunner in einer Pause erklärt. Er ist seit bald 40 Jahren in Besenbüren dabei, führt auch seit 1990 Regie. Bei der aktuellen Produktion legte das Ensemble im Sommer mit den ersten Proben los. Seit Anfang Oktober steht das Bühnenbild, das das Büro der Werbeagentur zeigt.

 

«Wir hatten diese Saison ziemlich viele krankheitsbedingte Absenzen. Das machte die Proben teilweise etwas schwierig. Zum Beispiel wenn man als Ersatzperson nicht dort auf der Bühne stand, wo der original Schauspieler sonst steht», sagt Brunner.

Die Besenbürer Theater-Crew 2024: Patrick Grob, Michael Diener, Doris Dethomas, Fabienne Stenico, Carmen Meier, Luzia Brun, Clio Meier, Thomas Räber, Bruno Brunner und Ruedi Senn (von links). Es fehlt Christine Peter.

Text: Marc Ribolla, Aargauer Zeitung

Bild: Marc Ribolla

Erschienen: 5. Dezember 2023

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